Iwama Shin Shin Aiki Shurenkai Deutschland




über:



"Ich gehe neue Wege, um an O-Senseis Geist und Herz, an seine Spiritualität anknüpfen zu können"

 
shin shin - an die Götter glauben
"Da O-Sensei an Götter glaubte, hat er jeden Morgen zwei Stunden vor dem Training mit dem Lesen von norito (Gebete für die Götter) begonnen. Dann hat er Reinigungsarbeiten und landwirtschaftliche Arbeiten erledigt und etwas trainiert. Gegen Abend hat er wieder norito gelesen und trainiert. Dann war der Tag zu Ende. Durch das tägliche Lesen von norito und durch das Beten hat O-Sensei Erkenntnis erlangt. Damit man das Herz für wertvoll erachtet, benutze ich den Namen shinshin."


shuren - ernsthaftes Training
"Den persönlichen Unterricht, den O-Sensei meinem Vater und mir zukommen ließ, gilt es in seinem Sinne fortzuführen. Mein Vater hat diese Aufgabe bis zu seinem Ableben erfüllt. Nun ist es an mir, dieses Erbe an interessierte Aikidoka weiter zu vermitteln, eben das tägliche ernsthafte Training. Denn für O-Sensei war es immer äußerst wichtig, dass täglich die Basisformen geübt werden, so wie es mein Vater Jahrzehnte in Iwama weitergab. Wir in Iwama möchten nicht nur in der Erinnerung oder auf der Grundlage von irgend etwas abgeschautem trainieren, sondern wir trainieren etwas, das ganz genau und klar von 1 bis 10 festgelegt ist. Das ist nicht innerhalb von einem oder zwei Jahren erlernbar, das erfordert Zeit."


juku - Schule
"Man soll sein Herz nicht an ein bestimmtes Ding, an ein bestimmten Ort oder ans Geld hängen. Man braucht zwar Geld um leben zu können und hat vielleicht einen geliebten Ort und ein gutes Dojo, man soll aber nicht zu sehr daran hängen oder deswegen streiten. Man muss den Kopf freihalten und darf nicht hart werden. Im vergangenen Jahr habe ich mich von einem sehr wichtigen Ort entfernen können, weil ich nicht daran gehangen habe. Damit man auf dem Weg weitergehen kann, darf man nicht an Dingen hängen bleiben, sonst gibt es keine Entwicklung mehr."

nisshin geppo - täglicher Fortschritt
"Man muss geduldig sein und Schritt für Schritt üben. Man muss stets das Gefühl haben Anfänger zu sein, und zwar bis zum Tode. Diese Art zu trainieren hat es bis heute immer in Iwama gegeben. Dieses führe ich von damals weiter und habe das immer im Kopf, wenn ich mit anderen Aikido trainiere. Um das zu verwirklichen, muss man nicht nur gegenüber anderen streng sein, sondern vor allem sich selbst gegenüber."


Mit herzlichen Dank an Horst Schwieckerath, Aikido Journal 3/2004.

last update: 14.09.2004 08:22